40./41. Moselbergpreis 2016

Nach den beiden Niederlagen bei Regen in Grenderich und Tiefenbach hatten wir uns nach kurzer Beratung entschlossen, in neue Regenreifen zu investieren. Denn eines war klar. Wenn es noch einmal einen Regenlauf geben sollte, wäre die Meisterschaft für uns gelaufen. Also orderten wir bei Knüttel megaweiche Gummis.

Zunächst war für Klotten gutes Wetter vorausgesagt. Im Laufe der Vorwoche änderte sich das aber immer mehr in die Möglichkeit auf Regen. Wir wussten jedoch nicht, was uns die neuen Reifen bringen würden.

Am Samstag strahlte die Sonne vom Himmel und wir waren guten Mutes. Die Zeiten im Trainingslauf waren im erwarteten Rahmen.

Im ersten Wertungslauf konnten wir uns aber kaum verbessern. Eine Videoanalyse der letztjährigen Läufe hatte dazu geführt, dass Bremspunkte und Gangwahl verändert wurden. Das aber leider nicht zum Vorteil. Zwar war trotz der deutlich nach vorne verlegten Bremspunkte immer noch Luft, allerdings verloren wir die gewonnene Zeit scheinbar im mittleren und oberen Teil durch frühere Schaltpunkte. Zum ersten Mal in diesem Jahr konnten wir uns nicht gegenüber den Vorjahreszeiten verbessern. Das war enttäuschend aber auch erklärbar. Am Auto lag´s nicht, sondern eindeutig am Fahrer.

Am Ende kam dennoch der 4. Platz von 22 Startern heraus.

Am Sonntag regnete es dann bereits am frühen morgen. Wechselnde Wetterverhältnisse ließen die Hoffnung keimen, dass wir vielleicht ja doch am Nachmittag auf trockenem Geläuf fahren könnten. Pustekuchen. Wir standen bereits in der Vorstartaufstellung und sollten gerade mit Slicks bewaffnet in Richtung Start fahren, als die ersten Regentropfen auf die komplett trockene Strecke fielen.

Das Team rannte vereint ins Fahrerlager und schleppte das komplette Regenquipment heran. Zeitgleich kam der Rennleiter die Strecke hoch und versammelte alle Fahrer um sich. Zusammen mit dem Sportkommissar wurde entschieden, dass Regenreifen aufgezogen werden sollten. Ein späterer Wechsel wurde ausgeschlossen. Mittlerweile hatte es auch richtig angefangen zu regnen. Mit vereinten Kräften wechselten wir auf die neuen Regenreifen.

Im Trainingslauf ging noch nicht wirklich was. Die Reifen rutschten und boten kaum Haftung. Dennoch waren wir vorne mit dabei. Im ersten Wertungslauf ging´s leicht besser. Auf der Fahrt zum Start des 2. Wertungslaufes sollten die Reifen durch kräftige Slalombewegungen auf Grip gebracht werden.

Mit viel Biss und Mut ging´s zur Sache. Es sollte sich lohnen. Kurz nach der Zieldurchfahrt standen Hans und Timo jubelnd am Straßenrand. Der Lauf schien wohl richtig gut gewesen zu sein. Als das Auto dann im Parc ferme abgestellt war, kam Timo angelaufen und sagte, dass wir 4 Sekunden schneller waren und die Führung übernommen hatten. Jedoch war Olaf Jäntsch zwischenzeitlich auch im Ziel. Er konnte unsere Zeit noch mal um knapp 5 Zehntel unterbieten und gewann die Klasse vor uns und Bernhard Bender auf Platz 3.

Wir hatten unsere Führung in der Meisterschaft verteidigen können und konnten nun endlich auch auf nasser Strecke wieder mit in die Spitze fahren.

Das letzte Wochenende in Bollenbach wird nun die Entscheidung in der Meisterschaft bringen.

03. / 04. September 2016

Persönliche Bestzeiten

Samstag: 1:10:40 min
Sonntag: 1:20:65 min (Regen)

Platzierung

Samstag: 4. Platz
Sonntag: 2. Platz