41./42: Wildburgcup 2016

Grenderich hatte gezeigt, dass alle Änderungen am Auto funktionieren und wir insgesamt einen großen Schritt nach vorne gegangen sind.

Tiefenbach ist zugegebenermaßen einer unserer Lieblingsberge und Lieblingsveranstaltungen, allerdings war die verlängerte Strecke neu für uns. Zuletzt waren wir hier 2010 am Start und konnten, damals noch mit dem R+H Kadett CC05, einen Klassensieg einfahren.

Für das Wochenende war durchwachsenes Wetter angesagt und wir hatten in Grenderich bereits gesehen, dass mit den alten Regenreifen kein Blumentopf mehr zu gewinnen war. Samstags regnete es dann auch und der Platz verwandelte sich in eine Schlammwüste.

In unserer Klasse waren kaum Starter angetreten. Nur 7 an der Zahl. Enttäuschend für alle, die sich die Mühe machen, eine solche Veranstaltung auf die Beine zu stellen, aber auch für alle Teilnehmer, die sich dem Regen stellen. Wie erwartet konnten wir nicht mit der Konkurrenz mithalten und fanden uns am Ende auf Platz 5 wieder, mit 10 Sekunden Rückstand.

Am Sonntag sollte dann alles anders kommen. Wirklich ALLES. Gutes Wetter und Zeit, die Slicks aufzuziehen. Bereits im Trainingslauf konnten wir die zweitbeste Zeit hinter Olaf Jäntsch fahren. Da noch einige Luft war, ging´s im ersten Wertlungslauf zur Sache. Wir konnten zwar eine sehr gute Zeit fahren, die auch zur Führung gereicht hätte, jedoch fiel am Ende der oberen Gasse im leider ein Pylone. Alles hing jetzt am 2. Wertungslauf. Der Lauf war bis zum Beginn der Zielkurve nahezu perfekt. Was dann geschah, lief ab, wie in Zeitlupe. Das Auto versetzte auf der Innenseite der Kurve auf einer Bodenwelle und wurde blitzschnell nach rechts geschoben. Keine Haftung mehr auf der Vorderachse. Gegenlenken, plötzlicher Gripp auf der Hinterachse und dann passierte das, was nicht passieren durfte. Mit Bestzeit und Klassensieg über die Ziellinie. Hinter der Ziellinie ging´s dann allerdings nach links in den Graben. Das Auto rutschte mit dem geschlossenen Unterboden über die innere, mit Gras bewachsene Grabenkante und war nicht mehr steuerbar. Kein Lenken oder Bremsen mehr möglich. Ende nach ca. 100m an zwei Bäumen.

Das Auto musste stark beschädigt aus dem Unterholz gezogen und mit dem Abschlepper weggebracht werden. Der Klassensieg war nur ein geringer Trost.

Wir konnte so zumindest die Führung in der deutschen Meisterschaft wieder übernehmen, die wir tags zuvor durch den Regenlauf verloren.

25. / 26. Juni 2016

Persönliche Bestzeiten

Samstag: 1:26:30 min (Regen)
Sonntag: 1:09:59 min

Platzierung

Samstag: 5. Platz
Sonntag: 1. Platz